Jan Hus - Gesichter der Reformation

Jan Hus – verlorene Wahrheit. Grenzen des Glaubens, der Erkenntnis, der Toleranz

Jan Hus

Die Verbrennung von Jan Hus in Konstanz 1415 war ein Fanal für die mitteleuropäische Geistesgeschichte, das sich schnell zu einem Flächenbrand ausweitete. Jan Hus als Mann des Wortes, als Reformer der tschechischen Sprache, als Vertreter eines geistigen Aufbruchs und Initiator grundlegender theologischer und kirchlicher Umwälzungen sowie als Vorläufer Martin Luthers hat in der Oberlausitz und in Nordböhmen vielerlei Spuren hinterlassen. Fragen des Glaubens, der Erkenntnis und der Toleranz stehen im inhaltlichen Zentrum des Vorhabens. Sie und die damit zusammenhängenden Verbindungen und Entwicklungen sollen untersucht und in einer Ausstellung zum 600. Todestag von Jan Hus präsentiert werden, die in Zittau und weiteren deutschen und tschechischen Stationen zu sehen sein wird. Das Wirken und die Bedeutung des Magisters Jan Hus sind Ausgangspunkte für diese Ausstellung. Die einzigartigen Hussitica der Zittauer Christian-Weise-Bibliothek, aber auch Bestände der Stadtbibliothek Bautzen und des Archivs der Brüder-Unität Herrnhut bieten eine in dieser Form noch nie gemeinsam präsentierte Grundlage für die Präsentation. Dazu kommen Kunstwerke aus der Hussitenzeit und kulturgeschichtliche Zeugnisse aus tschechischen und deutschen Museen. Auch die aus der hussitischen Bewegung gewachsenen Kirchen werden vorgestellt. Zum geistigen und materiellen Erbe der hussitischen Revolution soll zudem ein spezifischer Reiseführer erarbeitet werden, der in Ergänzung der Ausstellung nachhaltig auf den Spuren von Jan Hus und seiner Folgezeit durch Nordböhmen, Niederschlesien und die Oberlausitz geleitet.

Projektpartner: Städtische Museen Zittau

Städtische Museen Zittau