Lukas von Prag - Gesichter der Reformation

Die böhmische Reformation und ihre Beziehung zu Deutschland

Lukas von Prag

Lukas von Prag (1460–1528) gilt als der zweite Begründer der Alten Brüderunität in Böhmen. Durch zahlreiche Schriften hat er ihr theologisches Fundament gelegt. 1522 nahm er Kontakt mit Martin Luther auf und beschäftigte sich mit seinen Ideen. Seit 1525 setzte er sich mit der Schweizer Reformation um Huldrych Zwingli auseinander. Die Berührungspunkte beider reformatorischer Bewegungen und ihre gegenseitige Abgrenzung gehören zu den theologisch interessantesten Themen der Reformation. Die Tagung in Herrnhut wird sich mit der böhmischen Reformation und ihrer Abgrenzung von den reformatorischen Bewegungen Luthers und Zwinglis beschäftigen. Behandelt werden sowohl der Einfluss der deutschen Reformation auf die Kirche der Utraquisten in Böhmen und die Entstehung einer lutherischen Kirche in Böhmen als auch das Ringen der böhmischen Reformation um eine eigene Position zwischen lutherischer und calvinistischer Bewegung. In die Tagung ist eine Exkursion nach Jungbunzlau (Mladá Boleslav) integriert. Dort verbrachte Lukas von Prag seine letzten Lebensjahre.

Projektpartner: Akademie Herrnhut

Akademie Herrnhut