Valentin Trotzendorf - Gesichter der Reformation

Die Bedeutung der Reformation für das Bildungswesen im deutsch-polnischen Grenzraum

Valentin Trotzendorf

Zu den bedeutenden Pädagogen der Reformationszeit gehört Valentin Trotzendorf (1490–1556) aus Troitschendorf bei Görlitz. Der Bauernsohn besuchte die Schule in Görlitz, dann die Universitäten in Leipzig und Wittenberg. 1516–1518 war er Griechischlehrer an der Stadtschule in Görlitz. 1519 begleitete er Martin Luther und Philipp Melanchthon zur Leipziger Disputation. 1523 wurde er als Lehrer der Schule in Goldberg berufen, unterstützte den Breslauer Reformator Johann Heß bei der Durchsetzung der Reformation und wurde 1527 an die neu gegründete Universität in Liegnitz berufen. 1531 übernahm er die Leitung des Gymnasiums in Goldberg. Trotzendorf legte den Grund für das protestantische Schulwesen im Osten Deutschlands und darüber hinaus. Aus Lehrermangel baute er in Goldberg eine Schülerselbstverwaltung auf, welche bis heute als Vorbild dient. Die Akademie Herrnhut wird 2014 eine Tagung zu Trotzendorf und dem humanistischen Bildungswesen in der Oberlausitz und Niederschlesien durchführen. Dabei sollen auch die bis heute reichenden Nachwirkungen behandelt werden. Die Tagung beinhaltet eine Exkursion nach Goldberg (Złotoryja) mit Besichtigung der Wirkungsstätten von Valentin Trotzendorf.

Projektpartner: Akademie Herrnhut

Akademie Herrnhut