Auftaktveranstaltung Wanderausstellung

Gesichter der Reformation
Wanderausstellung Gesichter der Reformation

Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, Böhmen und Schlesien

Die Ausstellung „Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, in Böhmen und Schlesien“ richtet den Blick auf Reformation und Gegenreformation im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. In den Ländern der Böhmischen Krone Oberlausitz und Schlesien wie auch in Böhmen selbst unterschied sich der Verlauf der Reformation erheblich sich von der Entwicklung im benachbarten Sachsen. So konnte sie sich hier nicht nur sehr frühzeitig durchsetzen, sondern fand späterhin auch zu eigenständigen Formen wie den Schwenkfeldern in Schlesien oder der bis heute weltweit missionierenden Herrnhuter Brüdergemeine in der Oberlausitz, zu deren Gründung es ohne die Gegenreformation in Böhmen nicht gekommen wäre.

Anhand von 15 ausgewählten „Gesichtern“ schildert die Ausstellung aber nicht nur die historischen Ereignisse, sondern nimmt auch das ausgesprochen vielfältige Erbe der Reformation bis in die Gegenwart in den Blick. So reklamieren bspw. nach dem Erlöschen der Lutherischen Kirche aufgrund der Vertreibung der Deutschen in Tschechien heute die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder wie auch die Hussitische Kirche das evangelisch-lutherische Erbe für sich.

Die Ausstellung ist der zentrale Beitrag des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien im Rahmen der „Lutherdekade 2017“ und gleichzeitig die Klammer von 17 Teilprojekten von Oberlausitzer Museen, Theatern und Bibliotheken, die sich vertiefend mit den „Gesichtern“ beschäftigen.

Die durchgängig viersprachig gestaltete wurde mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien realisiert.